VW Up

Color Up your life!

Das Leben ist bunt und vielfältig, vor allem in den Städten dieser Erde. Kein Wunder also, dass Volkswagen den überarbeiteten VW Up in Mailand präsentiert, oder mit mehr funky Style im Satz, in Milano. Immerhin, ursprünglich in der ersten Version vor fünf Jahren von Da Silvia gezeichnet, einem waschechten Italiener.

 

Wie SUV Modelle, müssen auch Kleinwagen zum Portfolio eines globalen, erfolgreichen Autoherstellers gehören. Aber bitte nicht langweilig! Auch im preisgünstigen Segment sollte es Individualisierungen geben, als auch eine konventionelle Basisvariante. Denn solch ein Kleinwagen wird nicht nur von der ursprünglich aus der Marketingabteilung anvisierten jungen Abiturientin gekauft, respektive von den Eltern, damit Töchterlein chic in die City-Lounge fahren kann und tagsüber keine Parkplatzprobleme vor der Uni hat. Nein, auch einige der Silver Generation Fahrer entdecken Kleinwagen. Wer wenig fährt, nur mal zum Einkaufen in den Supermarkt oder sich überwiegend städtisch aufhält, für den startet der überarbeitete Up fast zum bisher bekannten Preis, bei 9.850 Euro.

 

Von außen ist auch alles annähernd bekannt, Volkswagen-Konzern typisch, fällt das „Fresh-Up“ kaum auf. Warum soll man auch das Rad neu erfinden? Der Up läuft so wie er ist gut, hat sich in den ersten fünf Jahren mit 660.000 verkauften Einheiten zu den beliebtesten Kleinwagen in Europa gemausert. In Deutschland, Dänemark und den Niederlanden thront er sogar auf Platz Eins in seinem Segment.

 

Mit dem Up-Date strahlt er nun von außen mit leicht neu gestalteten Scheinwerfern, die ein LED-Tagfahrlicht beinhalten. Dazu modifizierte Stoßfänger vorne und hinten, eine neu gestaltete Motorhaube mit schärferen Konturen und Außenspiegel mit integrierten Blinkern. Auch die neue Zierleiste vorne trägt dazu bei, dass die Summe der Verfeinerungen den neuen VW Up viel frischer und wertiger erscheinen lassen.

 

Unter der Haube gibt es für den Einstiegspreis nur den bekannten 60 PS Benzinmotor. Dieser reicht für die Zielgruppe der wenig fahrenden oder zu 90% städtischen Kurzstreckenpiloten völlig aus.

Wer ein wenig mehr „Drive-Up“ in seinem Leben haben möchte, greift zum neuen Dreizylinder Turbomotor, zu Preisen ab 12.350 Euro. Die dann zur Verfügung stehenden 90 PS machen aus dem neuen Up kein Katapult, aber wer die fünf Gänge des manuellen Getriebes flott durchschaltet, düst in 9,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und weiter bis zur Spitze von 185 km/h. Das reicht auch um größere Entfernungen in überschaubarer Zeit zu überwinden. Wer schalten lassen möchte, macht sein Kreuz in der Bestellliste bei dem sequenziellen Fünfgang-Schaltgetriebe ASG, welches exklusiv nur im Up angeboten wird.

 

Obwohl der Up mit seinem kurzen Radstand von nur 2,42 Metern natürlich ein gewollter Wendefloh in der Stadt ist, überzeugt er uns auch mit Komfort auf der Autostrada zwischen Mailand und Como. Er federt gut kleinere Bodenunebenheiten weg, den Rest übernehmen die für einen Kleinwagen komfortablen Sitze. An sonnigen Tagen wie dem heutigen, verhilft die erstmals im Up lieferbare Klimaautomatik, für 895 Euro Aufpreis einen kühlen Kopf zu bewahren. Oder wie in unserem Fall, das „Gelati“ des Beifahrers aus einer der typischen Italienischen Eisdielen, länger vor dem Schmelzen zu schützen.

 

Ein „Digital Up-Date“ gibt es auch. Das im neuen Up lieferbare Multimediasystem mit Smartphone-Halterung on top. Die Kopplung des Smartphone mit dem Fahrzeug erfolgt per „VW-App“ und dann lässt sich Musik streamen, Fahrinfos anzeigen, oder die Navigation nutzen. Allerdings, wer aus einem Polo oder Golf das fest verbaute Infotainmantsystem mit Navigation kennt und im Alter downsizt, wird sich mit dieser Lösung eventuell ein wenig schwer tun. Auf der anderen Seite kostet dieses System im Up nur 170 Euro Aufpreis zum Radiosystem und bietet mehr, al ein im Elektromarkt für 150 Euro gekauftes „stand alone“-Navi. Und im Kerneinsatzgebiet, der heimischen Stadt, werden die Fahrer eines Up die meisten Wege wohl kennen. Wobei es aber seinen Dienst verrichtet, auch uns hat es gut von der pulsierenden Metropole Mailand, vorbei an stylischer Industriekultur die gerne mal als young urban playground für Musikfreunde genutzt wird, an den Comer See geleitet.

 

Übrigens, für Musiclover und Beatboxer gibt es zum Launch des neuen Up das Sondermodell „Up Beats“. Das Sondermodell verfügt über ein 300 Watt Soundsystem mit sieben High-End Lautsprechern von des amerikanischen Musiklabels beats.

 

Style-Liebhaber erfreuen sich wohl mehr an den Kombinationsmöglichkeiten. 13 Außenfarben, davon einige neue gilt es mit drei Dachfarben und zehn unterschiedlichen Dashpad Designs zu kombinieren.

Der neue VW Up ist bereits bestellbar und wird ab Spätsommer unsere Innenstädte noch bunter machen. Color Up! your Life!

 

Text: Bernd Schweickard

© Foto: Ingo Barenschee für VW (4), Bernd Schweickard

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