VW Golf Variant Alltrack

Über den Dächern von Malaga

Auf den Straßen ist der Golf ist nach wie vor der Deutschen liebstes Kind. Jeder fünfte Golf wird sogar in der Kombivariante, in VW-Deutsch heißt sie „Variant“ verkauft. Das dieser Erfolg nun auch abseits befestigter Straßen fortgesetzt werden kann, steht ab sofort bei den VW Händlern der Golf Variant Alltrack zu Preisen ab 29.975 Euro bereit.

 

Wir sind den neuen Kraxler bereits im südspanischen Malaga gefahren. Vom Ufer des Meeres, entlang der pulsierenden Strandpromenade, durch die funky Party Zone von Marbella, bis hinauf auf ins Paraiso Natural in Igualeja. An einem Tag durch alle Lebens-Zonen für die er gebaut wird. Vom Wassersportler mit Ausrüstung und Surfboard, dem jungen Trend-Paar das auch automobile Freiheit und Party genießen möchte, bis hin zum Outdoor begeisterten Wanderer und Kletterer, die gerne hoch hinuas wollen. Für alle diese Zielgruppen soll der Golf nun als „Alltrack“ der ideale Begleiter sein.

 

Technisch basiert das neueste Mitglied der Golf Familie, zumindest in der Version mit dem 2.0 TDI Dieselmotor mit 184 PS, auf dem Golf GTD. Für den Einsatz in unwegsamem Gelände ist serienmäßig der Allradantrieb 4MOTION und einem Offroad-Fahrprofil bestens gerüstet. Über letzteres werden eine Bergabfahrfunktion (bremst den Wagen automatisch ab), eine geänderte Gaspedalkennlinie und eine Offroad-Konfiguration des ABS (anderes Regelintervall beim Bremsen bildet Schotterkeil vor den Rädern) aktiviert.

 

Von außen stellt er natürlich seine Geländeaffinität zur Schau. Eine höhere Bodenfreiheit, Radlaufverbreiterungen, ausgestellte Seitenschweller und ein Unterfahrschutz sind die Merkmale des Freigeistes. Wobei der Unterfahrschutz sicherlich einem hohen Bordstein Stand hält, groben Felsen in der Natur aber keine Furcht einflößt.

Auf Asphalt verhält sich der Alltrack wie sein Bruder, der GTD Variant. Ob im Stadtverkehr oder im Stop&Go an der Uferpromenade, so langweilig es klingen mag, der Golf Alltrack fährt sich wie ein normaler Golf, eben wie ein Kompaktfahrzeug. Praktisch, die leicht höhere Sitzposition, angenehm, die gut übersetzte Lenkung, vorteilhaft, der gut am Gas hängende Motor.

Speziell dieser macht uns auf dem Weg zum Gipfel sehr viel Freude. Drehmomentstark mit 380 Nm schrauben wir uns auf der teils kurvigen Landstraße nach oben. Ein schöner Nebeneffekt dieser Motorisierungsvariante zeigt sich bei unseren zahlreichen Stops entlang dieser Bergstraße. Oft spontan das Lenkrad rumgerissen und in eine Parkbucht, die eigentlich gar keine ist, eingefahren und die wunderbare Aussicht genossen. Dann, beim Zurückkehren auf die verwinkelte Straße, spielt der Alltrack sein Können aus. Nur wenige Meter Sicht bedingt durch die Kurven und praktisch keine Beschleunigungsmöglichkeit. Unter der rechten Wagenhälfte haben wir Asphalt, links sind es eher lockere Kieselsteine, dazu mehrere Schlaglöcher. Unser Testwagen, der über die erstmals beim Golf mögliche Kombination von Dieselmotor, 4Motion-Allradantrieb und das automatische Doppelkupplungsgetriebe DSG verfügt, hat mit dieser Herausfotrderung leichtes Spiel. Aus dem Stand beschleunigen wir zackig los, nur Gas geben, Lenkrad halten, den Rest erledigt die Elektronik und das DSG, welches beim stärksten Diesel serienmäßig verbaut wird.Zum Vorverkauf ist neben dem von uns bewegten starken 20.0 TDI, auch ein 1.6 liter Dieselmotor mit 110 PS und ein 2.0 TDI 150 PS lieferbar. Im kommenden Jahr folgt ein 1.8 TSI mit 180 PS.

 

Der neue Golf Alltrack verbindet das Beste der On- und Offroad-Welt. Als serienmäßig allradgetriebener Lifestyle-Kombi begeistert er die junge Familie ebenso, wie ein Freizeit- und Outdoor-orientiertes Paar. Sicherlich, er ist mit seinem „Haldex“-Antrieb kein vollwertiger Geländewagen, dass muss er auch nicht, da er nicht für die Fahrt von Paris nach Dakar konzipiert ist. Bei unserer Testfahrt zeigte der Alltrack keine Schwächen und trumpfte mit den typischen Stärken eines Golf auf. Und das nun auch abseits des Asphaltes, bis hoch hinauf, über die Dächer von Malaga.

www.volkswagen.de

Text: Bernd Schweickard

(c) Foto: Bernd Schweickard

 

 

 

 

 

 

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