VW Beetle Dune Cabrio

Beach Boy!

Nachdem der Winter 2016 uns noch bis letzte Woche verfolgt hat, sehnt sich meine Seele nach Sonne, Strand und Meer. Endlich, dieses Wochenende soll es anders werden. Strahlende Sonne über dem Strand von Noordwijk in den Niederlanden. Und ich werde im neuen VW Beetle Dune, dem Beach Boy unter den Kompaktklasse Cabrios, unterwegs sein.

Im Vorfeld beschäftigt mich aber die Frage, welches Outfit zur coolen Farbe „Sandstorm Yellow Metallic“? In der Sonne funkelt diese neue, Beetle exklusive Lackierung recht dominant. So wähle ich die bunten Sommerschuhe aus und dazu einen knallgelben Cityshopper, der auch als Strandtasche famos durchgeht. Ganz wichtig beim Cabrio fahren, die passende Sonnenbrille nicht vergessen.

 

Gut ausgestattet begegnen wir uns nun endlich am Beachclub. Dort steht der Bruder meines Beach Boys, das eher maskulin angehauchte Beetle Dune Coupe für das sich Bernd entscheidet und auch mein Cabrio. Wobei das Dune Cabrio auch nichts mit der früheren Aussage „süßes kleines Käfer Cabrio“ zu tun hat. Der Crossover-Beetle ist auch als Cabrioversion optisch eigenständig und hebt sich von seinen zahmen Geschwistern, demnächst wird es auch ein Denim-Cabrio mit typischen Jeans Applikationen geben, deutlich ab. Die erhöhte Bodenfreiheit mit Schlechtwegefahrwerk und die um 14 mm verbreiterte Karosserie erinnern an einen durchtrainierten Surfer-Typ vom Strand. Dazu Schwellerverbreiterungen, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, der optisch robuste Heckdiffusor und extra Öffnungen in der Frontstoßstange wirken bullig und souverän.

 

Das immer aus schwarzem Stoff bestehende Dach öffnet elektrisch und lässt Summer Feeling aufkommen, dass so erstmals vor 77 Jahren aufkam. 1949 begann die Ära der offenen Käfer mit zwei Cabrio-Modellen, als es den Begriff „Lifestyle“ noch gar nicht gab.

Das Beetle Dune Cabrio hingegen ist Lifestyle pur, dass mit Preisen ab 28.225 Euro auch mit einem kräftigen Aufschlag bezahlt werden will. Was gibt es im Innenraum dafür? Direkt unter der relativ steil stehenden Windschutzscheibe fällt mir das „Dash Pad”, dass so genannte Armaturenbrett, auf. Der Handschuhfachdeckel ist eine Reminiszenz an die Zeit der luftgekühlten Käfermodelle. Das Dash Pad ist in unserer Version serienmäßig passend zur Außenfarbe auch in Sandstorm Yellow-Metallic lackiert. Alternativ ist glänzendes Schwarz in Verbindung mit der Außenfarbe „Dark Bronze Metallic“ lieferbar. Um den sportlichen Charakter zu unterstreichen, können optional drei Rundinstrumente geordert werden, die oben auf dem Dash Pad montiert werden.

 

Die Sitze sind straff, bieten eher wenig Seitenhalt, sind dafür aber auch für längere „Cruising-Fahrten“ entlang der Strandpromenade geeignet. Die Kontrastnähte der Sitze, als auch des mit einer angenehmen Haptik versehenen Lenkrads, sind im korrespondierenden Farbton „Curry“ gehalten. Und weil man schon mal am Nähen war, wurde dieser Kontrastfarbton auch bei der Naht des Handbremshebelgriffs, der Schaltknaufverkleidung und der Fußmatten eingearbeitet.

 

Im ersten Moment fehlt mir kein Ausstattungsdetail. Der Dune baut auf der Beetle Ausstattungslinie „Design“ auf, die bereits serienmäßig über eine Klimaanlage verfügt. Dazu die Sportsitze welche optional in schwarzem Leder bestellbar sind, Sitzheizung, Tempomat und ein Parkpilot sowie der Berganfahrassistent. Gut, Berge hat es hier am Meer nicht viele, da einige Parkplätze aber mitten in den Dünen liegen und bei Sonnenschein Stop&Go Betrieb ist, wie ich heute feststelle, ist die elektronische Unterstützung beim Anfahren an steiler Straße sehr angenehm.

 

Die mitgebrachte Musik streame ich mir über Apple CarPlay, alternativ stehen auch MirrorLink und Android Auto zur Verfügung. Mit offenem Dach sollte ich mit der optionalen 400 Watt Fender-Soundanlage allerdings vorsichtig umgehen. Die Bedienung aller Enter- und Infotainment Funktionen erledige ich ganz trivial per ebenfalls optionalem 6,3 Zoll großem Bildschirm. Serienmäßig ist ein 5 Zoll Gerät namens Composition Colour verbaut.

 

Als Strandflitzer wird der neue Beetle Dune mit dem stärksten Motor, ein Benziner-Turbo mit 220 PS. Diese sind für den Fun-Faktor aber nicht nötig. Zum Start gibt es den Lifestyle-Beetle mit fünf Motoren die eine Bandbreite von 105 PS bis zu 220 PS abdecken, aufgeteilt in zwei Diesel- und drei Benzinmotoren.

Ich habe meinen Beach Boy gefunden, den Beetle Dune in der Cabrioversion mit 150 PS TSI Benziner und automatisiertem DSG Doppelkupplungsgetriebe. Come on Baby, let’s start cruising to Surfers Paradise.

 

Text: Katharina Gabryluk

© Foto: VW (3),  Bernd Schweickard

 

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