Suzuki Baleno

Komm, Tanz den Baleno mit mir!

Eine flotte Fahrt von Barcelona ins spanische Hinterland mit dem neuen Suzuki Baleno.

Überraschend flott bewegt sich der neue Suzuki Baleno im spanischen Hinterland auch auf bergigen Etappen rund ums das Gebiet von Montserrat. Steile Anstiege nimmt die von uns gefahrene Version mit dem neuen kleinen Dreizylinder erstaunlich agil. Geschaltet wird manuell mit einem Fünf-Gang-Getriebe, dass während unser Fahrt zwischen Stadt, Land und Autobahn für alle Situationen den passenden Gang bereithält. Der neue Baleno lässt sich mit dieser Motorisierung sogar recht schaltfaul bewegen. Verantwortlich dafür sind die 170 Nm Drehmoment, die der neuentwickelte Motor schon bei 2.000 bis 3.500 U/min liefert. Optional ist zum Marktstart für diesen Motor auch ein 6-Stufen-Automatikgetriebe lieferbar.

Wir schalten gern und tanzen mit dem Baleno förmlich um die teils sehr engen Kurven schmaler Gebirgsstraßen. Es erinnert ein wenig an den spanischen Paartanz Bolero, der bereits im 18. Jhd. entstanden ist. Das er nicht für sehr sportliches Fahren ausgelegt ist, quittiert er mit ausreichend Seitenneigung in sportiv angegangen Kurven. Aber, es ist kein nerviges, überhastetes Gefühl welches dann aufkommt, es ist eher komfortbetont. Als würde man in einer angenehm weichen Sänfte sitzend, leicht nach außen gedrückt.

Das funktioniert, weil der 1.0 Liter Boosterjet-TurboMotor mit seinen 111 PS, auf gerade einmal 865 Kilogramm Leergewicht treffen. Der Grund ist die neue Leichtbauplattform „Liquid Flow“, die als Gesamtkonzept von der Design-Sprache bis zur Plattform reicht. Eine neue Architektur aus Hochfesten Stählen, ohne eckige Umbrüche, sorgt für mehr Stabilität bei gleichzeitiger Gewichtsreduzierung. Daher ist das Kunststück gelungen, dass der neue Baleno der über dem Swift angeordnet ist, um rund 100 Kilogramm leichter als dieser ist und ihn zum leichtesten Kleinwagen im Segment macht.

Über dem Swift sollte auch mehr Platz bedeuten und genau das liefert der neue Baleno für eine Zielgruppe, die sich laut Suzuki vom Swift unterscheidet. Primär Paare und Singles in den Vierzigern, die neben dem Alltagsnutzen einfach etwas mehr Platz benötigen, als es der kleine, meist sportliche, Swift bieten kann.

Der für diese Fahrzeugklasse verhältnismäßig lange Radstand trägt nicht nur zur Laufruhe auf unebener Fahrbahn bei, er kommt vor allem den Fondpassagieren zugute. In erster Linie werden es wohl Kinder sein, im Teenie Alter, für die nun auch eine längere Urlaubsfahrt kein Übel mehr sein wird.

Über Apple CarPlay kann dabei das iPhone angeschlossen werden um die gewohnten Funktionen nutzen zu können. So können auch die Eltern vorne auf die Musik-Playlist des Juniors zugreifen, sollte man den gleichen Musikgeschmack haben.

Zu einem Preis ab 13.790 Euro ist der neue Baleno schon in der Grundausstattung gut konfiguriert. Zentralverriegelung, Klimaanlage, LED-Tagfahrlicht, ISOFIX-Kindersitzbefestigungen, sechs Airbags und auch ein LED-Tagfahrlicht sind bereits enthalten. Unser Testwagen ist die Topversion „Comfort“ für 17.990 Euro die alles bietet, was urbane Kunden sich wünschen. Smartphone-Anbindung, Navigationssystem, Xenonscheinwerfer, sechs Lautsprecher, einen adaptiven Tempomaten und für die Sicherheit, eine radargestützte aktive Bremsunterstützung. Dieser ist für die Ausstattungsvarianten Basic und Club Bestandteil eines optionalen Assistenzpaketes für 900 Euro, dass dann auch auch den adaptiven Tempomaten enthält.

Der ab 4. Juni bei den Händlern lieferbare neue Suzuki Baleno erweitert die Palette des Kleinwagenspezialisten Suzuki mit sieben Außenfarben. Der Aufpreis für eine Metallic-Lackierung liegt bei 450 Euro, die sein Liquid Flow Design visuell verstärkt.

Der in Indien gebaute Kleinwagen steigt in ein hart umkämpftes Segment ein. Sicherlich ist die Haptik der Stoffbezüge nicht am Puls der Zeit, hier gibt es Besseres, aber eben auch oft teureres im Marktumfeld. Die Ausstattung ist komplett und die verwendeten Plastikmaterialien können in unserem Testwagen überraschend gut überzeugen. Das Armaturenbrett fühlt sich gut an, das Lenkrad, eben der Kontaktpunkt zum Fahrzeug, fühlt sich sogar sehr gut an. So fordern wir den neuen Suzuki Baleno gerne nochmals zu einem Tänzchen rund um Barcelona auf.

 

Text: Bernd Schweickard

© Foto: Suzuki (7), Bernd Schweickard

 

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