Subaru Outback

In den letzten 20 Jahren hat sich der Subaru Outback zum beliebten Individualisten in seiner Fahrzeugklasse gemausert. Gebaut für Menschen, die funktionale Elemente  lieben und leben, ohne den Schnörkel den die Neuzeit teils mitbringt. So lautet auch die Devise für die neue Generation, welche seit dem 28. März beim Subaru-Händler steht, nicht alles neu erfinden, sondern einfach „mehr Outback“!

 

Das zeigt sich von außen in den noch stärker akzentuierten Linien und  Kotflügelverbreiterungen die nun größeren Reifen Unterschlupf bieten. Von vorne dominiert der große, sechseckige Kühlergrill im Familiendesign den visuellen Auftritt. Dazu Karosserieverkleidungen im unteren Fahrzeugbereich, die den Outback bei Fahrten im Gelände schützen und auch für eine maskuline Erscheinung sorgen. Große Nebelscheinwerfer, funktionale Dachleisten sowie eine außergewöhnliche Bodenfreiheit sind für den Outback charakteristische Merkmale. Mit den neuen LED-Rückleuchten trifft Moderne gekonnt auf Klassik.

 

Dies wird auch im Innenraum sehr deutlich sichtbar. Die Innenraumarchitektur ist immer noch pragmatisch sachlich, aber auch sehr modern. Die Qualität wurde deutlich verbessert und in der Mitte, gut erreich- und ablesbar, thront ein neues Navigations- und Audiosystem. Perfekt in das Armaturenbrett eingesetzt, so wirkt es nicht mehr, als hätte man es als Nachrüstbaustein im Elektromarkt gekauft. Das neue optionale System bietet eine ausgezeichnete Grafik und lässt sich mittels Touchscreen sehr gut bedienen. In unserem Test zeigte das System keine Schwächen. Selbst die in manchen Fahrzeugen gewohnt lange Ladezeiten der Karte, beim manuellen Verschieben mit dem Finger, kennt das System nicht. Das ist sehr gut und lässt das Arbeiten damit zum Kinderspiel werden.

 

Etwas wurde im Innenraum des neuen Outback nicht geändert. Es ist das großzügige Raumangebot und der überdurchschnittliche Freiraum für jeden Insassen, das den Outback seit 20 Jahren auszeichnet. Einzig die A-Säulen sind etwas nach vorne gerückt, um noch mehr Freiheit und Licht zu den Passagieren bringen zu können. Und dort wo viel Licht reinfällt, kann man meistens auch gut rausschauen. So fällt uns das Manövrieren in der uns unbekannten Umgebung, im „fränkischen Outback“ rund um Schlüsselfeld, recht leicht. Die erstklassige Sicht nach hinten wird durch die Rückfahrkamera noch weiter unterstützt.

 

Die Sicht nach vorne wird bei den mit Lineartronic ausgestatteten Modellen durch eine Subaru Eigenentwicklung namens „Eye Sight“ unterstützt. Dabei erfassen zwei innen an der Frontscheibe platzierte Stereokameras die Umgebungsdaten. Wie ein zweites Paar Augen, die in dieser Einbauposition auch hervorragend vor Parkremplern und Kollisionen geschützt sind.

 

Näheres zum Subaru Eye-Sight-System gibt es in diesem Spezial.

 

Wir fahren unseren ersten Testwagen ohne das System, weil wir ein Modell mit einer in Deutschland üblicherweise gewählten Dieselmotorisierung gewählt haben und wir gerne den 6-Gang-Handschalter bewegen wollten. Eye-Sight ist jedoch aktuell nur in der Version mit Automatikgetriebe, namens Lineartronic, verfügbar und dort auch serienmäßig.

Auf der Landstraße, auf dem Weg zu unserem „Einsatzgebiet“, lässt sich der neue Outback sehr agil bewegen. Die Lenkung wurde nun etwas direkter abgestimmt und kommt dem Fahrgefühl auf asphaltierter Straße deutlich zugute.

 

Aber für ausschließliche Fahrten auf normalen Straßen kauft man keinen Subaru, der über den bewährten permanenten Allradantrieb „Symmetrical AWD“ verfügt. Also biegen wir ab und fahren dorthin, wo man als Outdoor-Fan und Subarufahrer hin möchte, ins Gelände. Wobei der Outback bedeutend gröberes Gelände könnte, als wir ihm heute zumuten. Um auch die restlichen Show&Shine SUVs in dieser Fahrzeugklasse abzuhängen, verfügt der neue Outback in der Version mit dem Lineartronic-Automatikgetriebe zusätzlich über den aus dem Forester bekannten „X-Mode“. Dieser regelt die Fahrleistung auf schlechten Straßen durch Kontrolle und Optimierung des Motors, des Allradantriebs, der Bremsen und anderer Funktionen.

 

Zum Start wird der Outback mit zwei Motorenversionen lieferbar sein. Einem neuen 2,5 Liter Vierzylinder-Boxermotor mit 175 PS und 235 Nm. Jedoch fährt Deutschland in SUVs und Crossovern, wie der Outback hausintern bezeichnet wird, gerne verbrauchsarme Diesel. Bei Subaru bedeutet Dieselmotor auch Boxermotor. Und der Subaru Diesel-Boxer war weltweit sogar der erste Motor dieser Art, der für einen PKW in Großserienproduktion gefertigt wurde. Wir sind von der neuesten Entwicklungsstufe mit 150 PS und 350 Nm sehr angetan. Ruhiger harmonischer Drehmomentverlauf und leise im Betrieb. Mehr kann man nicht erwarten. Auch hier hat Subaru alle modernen Anforderungen erfüllt.

 

So runderneuert wird der neue Subaru Outback wohl noch mehr Käufer finden und ist dann schon mehr Mainstream, als Individualist. Verdient hätte er es.

www.subaru.de

Hier geht’s zu einem 20 Jahre Subaru Outback Spezial

 

Text: Bernd Schweickard

© Foto: Subaru (2), Bernd Schweickard

 

 

 

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