VW Beetle Dune

California Dreaming!

Als vor 52 Jahren der Surfer Bruce Meyers in Kalifornien den „Buggy“ erfunden hat, war noch nicht klar dass er mal zum Kultauto werden würde. Eigentlich wollte Meyers nur ein lustiges Strandauto bauen. So nahm er das Chassis des VW Käfer und setzte eine Plastikwanne drauf, eine offene Karosserie ohne Türen und Dach, gefertigt aus Fiberglas. Fertig war der Strand-Buggy!

Die Interpretation im Jahr 2016 heißt VW Beetle Dune und stellt einen „Crossover“-Beetle dar. Mitte des Jahres wird der Beetle komplett refresht und der Dune soll der neue Lifestyle-Variante im Portfolio werden. Vielleicht nicht für Hippies wie der alte Buggy, aber für Hippster in dem pulsierenden Leben inmitten der grellen Cities.

Für die Strandflaneure gibt es ihn als Beetle Dune Cabrio, wie ihn Katharina fährt und eben geschlossen, mit seiner typischen Käfer-Silhouette. Wir finden ihn so etwas maskuliner und entscheiden uns daher für diese Variante. Auch erinnert die geschlossene Beetle Dune Variante an die legendären „Baja 1000“ Modelle die heute Kultstatus haben.

 

In der Frontansicht dominiert der neue Stoßfänger mit dem zentralen Lufteinlass der mit einem schwarzen Wabengitter hinterlegt ist. Unterhalb der Motorhaube sind weitere kleine Lufteinlässe die den Beetle Dune von vorne unverwechselbar machen. Die Höherlegung der Karosserie um 10 mm dürfte im ersten Moment nicht auffallen. Die um 14 Millimeter verbreiterte Karosserie und die breitere Spur mit Radlaufverbreiterungen hingegen schon. Insgesamt erscheint speziell die geschlossene Variante dadurch markanter, männlicher und hebt sich deutlich vom Frauen-Beetle-Sonnenblumen-Image ab.

 

Ausdrucksvolle 18 Zoll-Felgen vom Typ „Canyon“ und die spezielle Lackierung „Sandstorm Yellow Metallic“ sind Beetle Dune spezifische Ausstattungsattribute. Äußerlich schlägt er so gekonnt die Brücke zu den legendären Dune Buggys.

foto vw beetle dune-23

Im Innenraum geht es mit speziellen Dune Sonderapplikationen weiter. Schon beim Einsteigen fällt das Dash Pad genannte Armaturenbrett auf, welches ebenfalls in Sandstorm Yellow lackiert ist. Obendrauf thronen die optionalen Zusatzinstrumente die den sportlichen Charakter unterstreichen sollen. Wobei es aber bei der visuellen Sportlichkeit bleibt. Fahrerisch ist der Beetle Dune eher unspektakulär. Ob ein normaler Golf oder der Dune, beides fährt sich souverän gut, aber ohne jede euphorische Fahrbegeisterung. Dazu sind beide einfach zu sachlich ausgelegt.

 

Bleiben wir also bei den optischen Highlights des Dune. Er baut auf der Ausstattungslinie „Design“ auf, so wird serienmäßig ein Radio und eine Klimaanlage mitgeliefert. Serienmäßig verfügt der Dune noch über Sportsitze mit farblich akzentuierter Naht, Sitzheizung einen Tempomaten. Extras die wohl dabei sind, um den stolzen Basispreis von 24.000 Euro zu rechtfertigen. Aber mehr geht immer, so gibt es das große Infotainment System mit Mirror Link, Android Auto und Apple Carplay, als auch eine 400 Watt Soundanlage.

 

„Der Beetle Dune ist mehr Lebensgefühl als einfach nur ein Auto!“

 

Wobei wir finden, speziell beim Dune ist Ausstattung weniger wichtig als Antrieb. Schon ganz im Sinne der Baja 1000. Beim Dune bedeutete dies, geliefert wird er mit fünf Turbomotoren. Zwei Dieselversionen und drei Benziner mit einem Leistungsportfolio von 105 PS bis zu 220 PS im Benziner TSI. Dieser wäre natürlich unsere Wahl, gekoppelt mit dem für 1.900 Euro Aufpreis teuren automatischen 7-Gang DSG-Getriebe, dass flotte Gangwechsel zulässt.

 

Aus dem Zubehörhandel würden wir uns noch einen Sportauspuff besorgen, kleine automotive Sticker an die Tür geklebt und auf zur nächsten Baja 1000. California Dreaming eben!

 

Text: Bernd Schweickard

© Foto: VW (4), Bernd Schweickard, Katharina Gabryluk

 

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